Kurhaus Lambertz Team fährt gegen Neuss den fünften Saisonsieg ein

Im Heimspiel gegen den TC Blau-Weiß Neuss gelang der Mannschaft ein souveräner 6:0-Sieg. „Ich bin natürlich hochzufrieden“, sagte Trainer Carsten Arriens. „Es war unser Ziel, souverän zu gewinnen.“ Schon in den Einzeln machten Aljaz Bedene, Steve Darcis, Daniel Brands und Philipp Petzschner den Erfolg im Aachener Kurpark perfekt. Die Doppel Darcis/Petzschner und Peter Gojowczyk/Dominik Meffert fügten der ohnehin guten Bilanz zwei weitere Matchpunkte hinzu. Der TKK bleibt damit souveräner Tabellenführer, hat bei einem Spiel mehr vier Punkte Vorsprung auf den Zweiten Blau Weiss Halle.

Als Erster ging am Sonntag Aachens Philipp Petzschner auf den Platz. Der Doppel-Spezialist kam das erste Mal in dieser Saison für das Kurhaus Lambertz Team im Einzel zum Einsatz. Sein Gegner: der 31-jährige Kevin Deden. Der Neusser gehört zum Trainer-Team der Blau-Weißen. Dass er aber auch auf dem Court noch ein Guter ist, bewies er im ersten Satz: Der Neusser behielt in einem engen Durchgang mit 6:3 die Oberhand. Im zweiten Durchgang fand Petzschner zu seinem Spiel: Der Bayreuther gönnte Deden nur einen Spielgewinn zum zwischenzeitlichen 1:1, danach gewann der Kurhaus-Akteur fünf Spiele in Folge und siegte 6:1. „Er ist immer sicherer geworden“, befand Trainer Arriens. Auch im entscheidenden Champions Tie-Break war Petzschner der Bessere: Er setzte sich früh auf 4:2 ab, verteidigte seinen Vorsprung, gewann 10:7 – so dass die Aachener den ersten Punkt des Tages für sich verbuchen konnten.

Fast zeitgleich mit dem Petzschner-Spiel begann auch die Partie von Heimkehrer Steve Darcis. Der Belgier war bis Freitag noch beim ATP-Turnier im schwedischen Bastad aktiv, wo er erst im Viertelfinale an seinem Kurhaus-Kollegen Pablo Cuevas scheiterte. Müde war Aachens Nummer 2 am Sonntag aber kein bisschen: Gegen den 24-jährigen Tom Schöneberg zog er beim Stand von 2:2 im ersten Satz das Tempo an, breakte den Neusser, holte sich auch die folgenden drei Spiele und hatte damit den ersten Satz in der Tasche. Durchgang 2 war dann ein Ebenbild des ersten Satzes: Wieder gelang Darcis ein Break zum 3:2, wieder gewann er die nächsten drei Spiele, wieder siegte er 6:2. „Steve hat stark gespielt“, lobte Arriens. „Er ist sehr gut in Form.“ Der souveräne Auftritt des Belgiers brachte den TKK mit 2:0 in Führung.

Daniel Brands kam gegen Neuss zu seinem dritten Saisoneinsatz im Lambertz-Trikot. Nachdem er im vergangenen Jahr vom Pfeifferschen Drüsenfieber zurückgeworfen worden war, kommt der Deggendorfer immer besser ins Rollen. An Nummer 3 aufgestellt musste Brands am Sonntag aber mächtig für sein Erfolgserlebnis kämpfen: Gegen Marc Meigel, den der Bayer schon seit Jugendtagen kennt, verlief der erste Satz zunächst komplett ausgeglichen, in der entscheidenden Phase gelang dem Neusser dann aber ein Break – so dass er den Satz mit 6:4 gewann. Im zweiten Durchgang behielt dann Brands knapp die Oberhand: Zwei Breaks ebneten den Weg zum 6:4-Satzgewinn, da fiel der Aufschlagverlust zum zwischenzeitlichen 2:4 nicht besonders ins Gewicht. Im Champions Tie-Break sah es nach einem schnellen Sieg des Aacheners aus: Brands führte früh 5:1. Meigel kam aber doch noch einmal auf – und erarbeitete sich beim Stand von 9:8 sogar einen Matchball. Brands bewies jedoch gute Nerven, wehrte erst den Matchball ab, holte sich dann mit 11:9 selbst den Sieg – und steuerte den dritten Aachener Punkt bei.

Als Nummer 1 schlug am Sonntag Aljaz Bedene für den TKK auf. Aachens Slowene mit britischem Pass spielte gegen Thomas Fabbiano (ATP 209) – immerhin die Nummer 4 der Neusser Meldeliste. Bedene zeigte allerdings von der ersten Minute an, dass er bei seinem Saisondebüt unbedingt einen Sieg einfahren wollte. Gleich im ersten Spiel nahm er seinem Gegner den Service ab, seine eigenen Aufschlagspiele brachte der Kurhaus-Akteur sicher durch. Und weil ihm ein weiteres Break zum 5:2 gelang, konnte er den ersten Durchgang souverän mit 6:2 für sich entscheiden. Und auch in Satz 2 spielte Bedene stark auf: Ein frühes Break zum 2:1 und ein weiteres zum 4:1 bescherten ihm eine komfortable Führung. Der Neusser Fabbiano wehrte sich nun aber noch einmal heftig und konnte nach vier Spielgewinnen in Folge sogar 5:4 in Führung gehen. Bedene ließ sich nicht beirren, nahm das Heft wieder in die Hand – und siegte 7:5 im zweiten Satz. „Aljaz hat eine unglaublich große Qualität“, lobte Arriens. Der Erfolg jedenfalls bescherte dem Kurhaus Lambertz Teams den vierten Punkt des Tages und damit auch den vorzeitigen Sieg.

Trotz des sicheren Erfolgs schalteten die Aachener auch in den Doppeln keinen Gang zurück. „Wir wollten nichts liegenlassen“, sagte Trainer Arriens. Steve Darcis und Philipp Petzschner lagen nach einem frühen Break zwar zunächst mit 0:3 gegen Tom Schöneberg und Thomas Fabbiano zurück, danach lieferte das Duo aber ein starkes Spiel ab: Sie drehten den ersten Durchgang, gewannen ihn 6:4. Und im zweiten Satz ließen sich beim 6:3-Erfolg erst gar nichts anbrennen. „Das Doppel war auch für die Zuschauer schön anzusehen“, sagte Arriens. „Da waren viele tolle Ballwechsel dabei.“ Noch kürzeren Prozess machte das Duo Dominik Meffert und Kurhaus-Debütant Peter Gojowczyk, das klar mit 6:3 und 6:1 gegen Kevin Deden und Marc Meigel gewann.

Am kommenden Freitag ist das Kurhaus Lambertz Team spielfrei, am Sonntag steht dann das nächste Heimspiel auf dem Programm: Ab 11 Uhr gastiert der Rochusclub Düsseldorf an der Monheimsallee.