In Ludwigshafen machten die Aachener es wieder einmal spannend. Wie schon in den Vorwochen waren die Doppel hier der Schlüssel zum Erfolg. Kurhaus liegt damit auf Platz 3 vor dem Showdown mit dem Tabellenführer, dem Düsseldorfer Rochusclub.

Einzel

Die Aachener durften sich zunächst über die Rückkehr des von einer Bauchmuskelverletzung genesenen Carlos Taberner freuen, wohingegen Ludwigshafen anders als erhofft auf ihre Nummer 1 Alex Molcan verzichten musste. Zunächst begann man aber mit den Einzeln an Position 3 und 4. Martín Cuevas erledigte seine Aufgabe gegen Marek Jaloviec nach kurzem auf und ab zu Beginn des Matches gewohnt sicher. 6:3, 6:1. Zeitgleich auf dem Center Court hatte Benjamin Hassan den Match-Auftakt gegen Tristan Lamsine ein wenig verschlafen. Hassan fand danach zwar besser in die Partie, aber das frühe Break durch den aufschlagstarken Franzosen sollte sich rächen. So knapp wie der erste Satz verloren ging, so knapp gewann der Koblenzer den zweiten. Und auch im Champions Tiebreak blieb es eng, letztlich mit dem besseren Ausgang für die Heimmannschaft. 5:7, 7:5, 8:10.

In der zweiten Runde erwischte Duje Ajdukovic einen absoluten Sahnetag. Der junge Kroate war Carlos Taberner hier in allen Belangen überlegen, war agil, schlug stark auf, hielt in den Ballwechseln ein hohes Tempo und machte dabei auch noch wenig Fehler. 3:6, 2:6. Auf dem Nebenplatz duellierten sich Gianluca Mager und Mathias Bourgue, der in der Vorsaison noch das Kurhaus-Trikot getragen hätte, jedoch nie zu Einsatz kam. Hier versuchte Mager mit hohem Tempo die Ballwechsel schnell zu beenden während Bourgue eher daran gelegen war, das Tempo herauszunehmen und Mager mit für ihn unangenehmen höheren Bällen zu Fehlern zu verleiten. Am Ende gelangen Mager zum richtigen Zeitpunkt die entscheidenden Nadelstiche, um das Match für das Lambertz-Team zu entscheiden. 7:6, 6:4.

Doppel

Mit dem Ausgang des Spieltags noch völlig offen waren die Doppelspiele also wieder eine spannende Angelegenheit. Die Ludwigshafener hofften hier wenigstens einen Punkt zu sichern und erwarteten das Spitzen-Duo Pütz/Nys im zweiten Doppel. Der Plan der Pfälzer war dementsprechend ihr eigenes, schwächeres Doppel ebenfalls auf die zwei zu setzen und das erwartete schwächere Doppel der Aachener auf dem Center Court mit dem eigenen starken Doppel zu schlagen. Coach Meffert auf der anderen Seite durchschaute den Plan und überraschte mit der Aufstellung von Nils Langer. Mit Benjamin Hassan an der Seite des nominell schwächsten Spielers im Kader, erlaubten es die Bestimmungen den Aachenern Pütz/Nys als erstes Doppel zu nominieren.

Und dieser Plan ging voll auf. Tim Pütz und Hugo Nys hatten zwar einige Anlaufschwierigkeiten, spielten ab Mitte des zweiten Satzes aber ihre volle Qualität aus und gewannen von da an ungefährdet. 4:6, 6:2, 10:3. Nach dem Verlauf des anderen Matches gefragt, antwortete Nils Langer später lapidar: „10 zu 5 gewonnen“. Etwas mehr war aber doch passiert. Im ersten Satz hatten Langer und Hassan ihre Gegner noch in Grund und Boden gespielt, waren im zweiten aber nicht mehr zu Breakchancen gekommen, so dass der Satz schließlich im Tiebreak wegging. Und auch im Champions Tiebreak lief es zunächst gut für das Heimteam. Nach dem ersten Seitenwechsel führten Langer/Hassan das Match allerdings zu Ende wie sie den ersten Satz begonnen hatten und gaben nur noch einen einzigen Punkt ab. 6:0, 6:7, 10:5

Der Sieg trägt Kurhaus Aachener in der Tabelle weiter nach vorn. Punktgleich mit dem zweiten liegt Aachen jetzt auf Rang drei. Am kommenden Sonntag, 7. August, empfangen die Aachener im Kurpark den Rochusclub. Der Tabellenführer aus Düsseldorf ist allerdings mit einem komfortablen Vorsprung von drei Punkten ausgestattet, so dass ein Heimsieg zwar zu einem spannenden Saisonfinale führen würde, aber nicht direkt ausreicht, um die Tabellenspitze zu erobern. Zudem ist ein Sieg keineswegs ausgemacht, der traditionsreiche Rochusclub will nach über 30 Jahren Ligazugehörigkeit endlich die erste Meisterschaft perfekt machen und wird mit einer ganz starken Mannschaft um die Spanier Jaume Munar, Roberto Carballes Baena und Pablo Andujar erwartet.

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